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Freeriding – Fahrtechnik im Tiefschnee und mit Rocker Ski

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In den letzten Jahren hat sich so einiges getan in der Entwicklung von Freeride und All Mountain Ski. Eine dezente 100cmm Taille, ein Radius von in etwa 23 Metern, die Skilänge über Körpergröße und ein Shape, als ob der Ski gerade frisch gestaucht worden wäre, sind mittlerweile Gang und gäbe eines sogenannten Rocker Skis. Die Veränderungen bei den Ski Shapes gehen Hand in Hand mit einer Veränderung der Skitechnik bzw. Fahrweise in tiefem Schnee. Hier geht’s zu den Geheimnissen des Freeridings…

Bevor ich allerdings auf die Skitechnik beim Freeriden zu sprechen komme, ist es vorab wichtig zu klären, was es genau mit den sogenannten Rocker Ski auf sich hat. Charakteristisch für diese Art von Ski ist zum einen die enorme Skibreite unter der Bindung (Standard mittlerweile in etwa 100mm), eine geringe Taillierung mit einem Radius um die 23 Meter, ein sehr weicher Flex (Biegung entlang der Skilängsachse) und die negative Vorspannung im Bereich von Schaufel und Tail (Rocker). Rocker bedeutet ganz einfach, dass der Ski nach vorne und hinten mehr aufgebogen ist und im Bereich der Bindung plan aufliegt.

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Die Merkmale beim Freeriden: großer Kurvenradius und eine hohe Fahrgeschwindigkeit!

Außerdem werden die neuen Freeski Modelle mittlerweile alle länger gefahren, in etwa über Körpergröße. Aber was genau bringt nun diese Art von Ski? Das Einsatzgebiet eines Rocker Skis ist ganz klar weicher und tiefer Neuschnee. Eine harte und eisige Piste mögen die Dinger gar nicht, denn dafür sind sie einfach im Flex viel zu weich und der Rocker ist dazu kontraproduktiv, da man nicht von vorneherein den Kantengriff hat wie bei einem Race Carver. Die große Auflagefläche der Ski, die nach oben gebogen Skispitzen und –enden, komibiniert mit einem weiten Radius und der Skilänge sorgen dafür, dass wir in tiefem Schnee einen optimalen Auftrieb genießen und so höhere Geschwindigkeiten und größere Turns fahren können. Und das alles dazu noch in mehr Vorlage. Ihr wisst wahrscheinlich noch, wie anstrengend das immer war an einem Tiefschneetag permanent diese nach hinten abgesessene Position mit der Oberschenkelmuskulatur zu halten, und dann noch mit einer sehr hohen Kurvenfrequenz zu fahren, um den Ski unter Kontrolle halten zu können! Rocker Ski ziehen sich eben nicht mehr so extrem unter die Schneedecke, auch sind sie Fehler verzeihender, wenn es um Fahrtechnik geht.

À propos Fahrtechnik! Um es schon mal vorab zu sagen: verschiedene Schneebedingungen und Geländearten erfordern eine unterschiedliche und flexible Skitechnik. Während man auf einer harten planen Skipiste oder im Bruchharsch mit einem starken Kanteneinsatz und hohem Belastungsdruck fährt, ist im Tiefschnee eher smoothes Gleiten und ein Drehen der Ski angesagt. Gehen wir also mal von den ultimativen Powder-Bedingungen aus: einen Meter frischen Neuschnee, strahlender Sonnenschein, kühle Temperaturen und ein jungfräulicher, ganz und gar unberührter Tiefschneehang vor euch und unter euren Füßen ein nettes Spielzeug mit den Maßen 137-106-122 bei einer Länge von 178cm und mit einem Radius von 26 Metern. Nach einem ausführlichen Risikomanagement steht ihr also da und macht euch vielleicht mal den einen oder anderen Gedanken über die korrekte Fahrweise?! Leider gibt es kein Patentrezept, wie ihr garantiert sturzfrei und trotzdem so radikal den Berg runder shreddert. Vielmehr ist es wichtig, dass ihr euren eigenen Skistil beibehaltet um eure individuelle Skischrift in unberührten Schnee zu ziehen. Einige hilfreiche Tipps hab‘ ich euch allerdings! Um in tiefem Schnee einen optimalen Auftrieb zu erreichen und damit euch eure Ski nicht wie eine Anker kontinuierlich tiefer unter die Schneedecke ziehen, ist eine zentrale Position über der Bindung von Vorteil. Achtet also darauf, während des Schwungverlaufs die ganze Fußsohle zu belasten! Trotzdem gilt jedoch, dass wir in steilem Gelände eher mehr Vorlage fahren um zum einen unser Tempo kontrollieren und vor allen Dingen die Ski besser steuern zu können! Ski- und Tempokontrolle funktionieren nämlich über eine dosierte Belastung der Schaufel in der Kurveneinleitung. Auch ist eine schmälere Skiführung sowie eine etwas aufrechtere Position im Oberkörper in tiefem Schnee und unruhigem Gelände von Vorteil, damit das Drehen der Ski und das Verdrängen der Schneemassen erleichtert werden. Zudem solltet ihr darauf achten, beide Ski (also Innen- und Außenski) gleichmäßig zu belasten, damit ihr in einer kompakten und stabilen Position seid und der Außenski nicht in jeder Kurve ausschert. Da wir nicht den unmittelbaren Schneewiderstand wie auf einer harten planen Piste spüren, ist im Tiefschnee viel Fingerspitzen- oder sollte ich lieber sagen, „Zehenspitzengefühl“ gefragt: vermeidet zum Beispiel abrupte Belastungswechsel! Das bringt Unruhe in eure Fahrweise, fördert das Sturzrisiko und strapaziert unnötig die Schneedecke. Ihr riskiert womöglich einen Lawinenabgang! Versucht weich und fließend zu fahren und macht euch den Rebound-Effekt zu nutzen. Der Rebound-Effekt äußert sich durch eine kontinuierlich und weiche Vertikalbewegung (Hoch-/Tiefbewegung) im Knie- und Sprunggelenk sowie das ständige Wandern der Belastung von vorne nach hinten, quasi vom Zehenballen auf die Ferse. Durch dieses Spielen der Position auf dem Ski und dem Belastungsdruck pumpen wir den Ski immer wieder aus dem Schnee an die Oberfläche und die Schaufel schwimmt auf. Der Ski lässt sich nämlich leichter auf als im Schnee drehen!

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Durch Druck auf die Ferse schwimmt die Skischaufel auf!

Gehen wir also mal systematisch die Bewegung in einem Schwungverlauf durch: Ihr fahrt in Falllinie an, damit ihr ein solides Ausgangstempo und den nötigen Auftrieb auf euren Skiern erreicht. Um jetzt den neuen Schwung einzuleiten, entlasten wir durch ein langsames Aufrichten in den Knien und durch Verlagerung des Gewichts nach vorne Richtung Schaufel und auf die Zehenballen, die Ski und drehen sie in die neue Richtung. Im Kurvenverlauf dann, wandert unser Körperschwerpunkt durch Beugen der Knie nach unten (Tiefbewegung) und das Gewicht wird Richtung Ferse verlagert, damit die Schaufel aufschwimmt. Die Knie werden allgemein weniger stark nach vorne geführt, das heißt die Unterschenkel drücken mehr gegen den Skischuhschaft als gegen die Skischuhzunge. Wichtiger Tipp an dieser Stelle: zieht im Verlauf der Kurve mal die Zehenspitzen an! Der Belastungsdruck bleibt eher hinten, aber ihr seid trotzdem gebeugt im Sprunggelenk und habt Spannung in euren Beinen. Wichtig beim Tiefschneefahren ist außerdem, dass die ganze Bewegung nur in den Beinen stattfindet (im Sprung- und Kniegelenk) und der Oberkörper wenn möglich die ganze Zeit kompakt bleibt und sich nicht gegen die Fahrtrichtung verdreht. Die Arme sind zudem locker seitlich vorne. Diese Position vermittelt Stabilität und sieht außerdem gut aus!

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Empfehlenswert ist zusätzlich ein talseitiger, gegen die Fahrtrichtung gerichteter Stockeinsatz, da er eine wunderbare Rhythmus-, Stütz- und Gleichgewichtshilfe ist und zur Erzeugung eines zusätzlichen Drehimpulses dient. Allerdings nur dann, wenn er nicht aus vollem Armeinsatz einen halben Meter vor der Skischaufel gesetzt wird. Also, wenn Stockeinsatz, dann nur aus dem Handgelenk heraus zur Einleitung des neuen Schwungs auf Höhe der Skispitzen.

AUSBLICK...

...das A und O beim Freeriden bzw. Tiefschneefahren ist ein Gefühl und eine Sensibilität für den Schnee zu entwickeln. Probiert euch daher aus! Fahrt mal mit unterschiedlicher Skistellung (schmal/breit, Schrittstellung/parallel, auf einem/auf zwei Ski, hoch/tief, etc.), mit extremer Vor- oder Rücklage, voll verdreht im Oberkörper, usw. Spielt bewusst mit eurer Position und der Belastung! Nehmt dabei bewusst war, was da passiert?! Welche Bewegungen und Positionen fühlen sich gut an?! Was geht gar nicht?! Erarbeitet euch ein großes Bewegungsreportoire und werdet flexibel auf euren Skiern. Das verschafft euch Sicherheit und vor allen Dingen Lockerheit. Eure Powderturns werden zu purem Genuss, wenn ihr wisst was ihr zu tun habt und wie ihr je nach Situation reagieren müsst.

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Das SALEWA-Team auf Skitour in den eidgenössischen Kanton Uri (Etzlital, CH)

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Am 14.Februar 2010 frühmorgens machte sich das SALEWA-Team-Zehner-Gespann bestehend aus uns Shopmitarbeiter plus Anhang auf in Richtung Gotthard, genauer gesagt ins Etzlital (Seitentals des Maderanertales). Wir hatten ganze zwei Tage Zeit und Großes vor.

Von Bristen aus marschierten wir durch das wunderschöne Etzlital auf die 2052m hoch gelegene Etzlihütte. Die ersten hundert Höhenmeter kämpften wir uns noch durch etwas Nebel und Kälte, was sich allerdings schon bald ins Gegenteil umdrehte. Kurz vor unserem ersten Ziel namens Etzlihütte, ließen wir den Nebel hinter uns und die Sonne grinste uns strahlend ins Gesicht.

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auf unserem Weg gabs einiges zu gucken - speziell für unsere Jungs, hrrrr...

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...die Spitzkehrentechnik wurde im Aufstieg ebenfalls ziemlich gefordert...

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...da braucht man dann auch mal 'ne Pause!

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Etwa 1200 Höhenmeter später lächelte uns schon die Etzlihütte und für den ein oder anderen unter uns das erste Weizenbier entgegen.

Manch einer aus dem Team allerdings war für diesen Tag noch nicht ganz bedient und so stiegen eine handvoll abfahrtsmotivierter Leute noch weiter bergauf Richtung Chrüzlistock um in den Genuss der ersten Turns zu kommen.

mmmmmmmmmmmhhhhhhhh, abends auf der Hütte war schließlich Entspannung pur angesagt! Unser Hüttenwirt verwöhnte uns zuerst mit einem 4-Sterne-Diner, bestehend aus einer feinen Suppe, leckerem Salat, traditionellen Schweizer Käsefondue und süßem Pudding, fein im Abgang. Die Crème de la Crème war allerdings der mit heißem Wasser aufgefüllte Bottich, eine kleine Wellnessoase im Schnee vor der Hütte. Die Hartgesottenen unter uns ließen bei -10°C Außentemperatur schließlich ihre Seele baumeln...

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...Huuuunger!!!

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...da is' er, der Wasserbottich...

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...und so sah's darin aus!

Frisch gestärkt und sauber (!) nahmen wir am zweiten Tag Piz Giuv (3096m) in Angriff. Das Wetter war zwar sönnig und schön, allerdings wehte ein eisiger Wind, der uns den Aufstieg ordentlich erschwerte. Schließlich wurde es irgendwann so ungemütlich und stürmisch, dass wir in der Scharte kurz vor dem Skidepot beschlossen, die Felle abzustreifen und abzufahren.

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Die 2000 Höhenmeter lange Abfahrt ließ jedoch alle Aufstiegsstrapazen schnell vergessen! Und so kam schließlich ein jeder von uns voll und ganz auf seine Kosten und konnte bei klasse Schneeverhältnissen und zum Teil anspruchsvollen Geländebedingungen jauchzend seine Zöpfe ins Tal flechten.

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...beim Austoben in der Abfahrt...

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...oder einfach nur beim Genießen...

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...auf jeden Fall: Rock'n'Roll, Babe!

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Dynafit und SALEWA Pro Schulung auf der Dresdner Hütte vom 8. bis 11. November 2009

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…zu Fuß auf dem Manaslu, dem Mustagh Ata, Seven Summits und Co.

...nein, nein! Gemeint sind nicht die Gebirge Nepals, oder gar die höchsten Berge der sieben Kontinente. Diese Gebirgsnamen stehen vielmehr für die allerneusten Skitourenmodelle der Marke DYNAFIT...

 

 

 

Am Sonntag morgen, den 8. November 2009 machte sich ein SALEWA-Store-Mitarbeiter-vierer-Gespann, bestehend aus dem Chief himself Oli, Sven, Piet und meiner Wenigkeit, auf in die Tiroler Bergwelt um die Geheimnisse von Dynafits Skitourenausrüstung und SALEWA’s AlpineExtreme Pro Linie kennenzulernen. Im Gepäck natürlich unsere komplette Skitourenausrüstung,  sowie dicke Powder- und Telemark-Latten und ebenso Eiskletter-Ausrüstung in Form von Eiswaffen und Steigeisen - nämlich für diesen einen Tag, der uns zur freien Verfügung stand und für den Eiskletterturm, den das Stubaital zu bieten hat. Unsere Optionen liegen daher klar auf der Hand; entweder das erste Mal in dieser Saison wieder so richtig Freeriden gehen oder aber die Zuckerhütli Nordwand bzw. den Eiskletterturm am Eisgrat mit Eisgeräten und Steigeisen bewaffnet in Angriff nehmen. Nach 110cm Neuschnee war unsere Entscheidung zu Gunsten von a bissel Powdern gefallen.

 

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...im Schneegestöber ein kleines Warm-up für die kommenden Tage!

Jetzt aber nochmal von Anfang an! Bei starkem Schneefall und kalten Temperaturen erreichten wir nach langer Autofahrt aus dem Schwarzwald endlich unser Ziel: das Stubaital im wunderschönen Tirol. Die kommenden vier Tage auf der Dresdner DAV-Hütte versprachen unheimlich interessant, spannend, lehrreich und abenteuerlich zu werden. Auf dem Programm stand nämlich einerseits die Schulung der renommierten Skitouren-Marke Dynafit in Form von Tourenschuh- und Tourenskitest, als auch die Geheimnisse der allerneusten AlpinExtreme Pro Bekleidungslinie von SALEWA zu lüften. Den Auftakt machte das Dynafit-Team mit einer äußerst umfangreichen Produktschulung im Bereich Tourenski, -schuhe und Bekleidung. Dabei wurde jedes einzelne Produkt bis auf seinen Kern auseinander genommen. Mit von der Partie waren einige namhafte Alpinisten wie Benedikt Böhm oder Davo Karnicar, die die ganze Sache noch ordentlich pushten.

 

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Zuerst kam die Theorie...

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...die ganz schön spannend war...

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...und danach der Praxis-Test!

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hinauf auf's Zuckerhütli

Am nächsten Tag nahmen wir schließlich mit Mustagh Atas, Manaslus und Seven Summits an den Füßen früh morgens die 3507m hoch gelegene Zuckerhütli Nordwand in Angriff, um die Eigenschaften der Ski zu testen. Wahnsinn! Die Ski laufen sich extrem gut und sind zudem federleicht. Aber auch die Abfahrtsperformance lässt keine Wünsche offen. Vielleicht für meinen Geschmack noch etwas zu schmal unter der Bindung, wenn man mal ein bisschen mehr auf Geschwindigkeit und mit großen Radien fahren möchte… Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, sodass wir 50 Höhenmeter unter dem Gipfel aufgrund von zu schlechter Sicht und erneutem Schneefall abfellen mussten.

 

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Der nächste Tag stand uns, wie schon erwähnt zur freien Verfügung. Also Tageskarte lösen, meinen Völkl Kiku unter die Füße schnallen und fahren, fahren, fahren. Nix mit Eisklettern, eh viel zu kalt und  wenn schon so viel Schnee fällt…

Auf der Dresdner Hütte hieß es schließlich Schichtwechsel und der Adler, SALEWA’s Logo, erwartete uns mit einer optisch und technisch richtig geilen Bekleidungskollektion. In Form von Vorträgen und Bildern wurden wir in die Entwicklung, Geschichte und Geheimnisse der neuesten AlpineExtreme Pro Linie eingeweiht. Mir war bis dahin nicht klar, wie viel Zeit, Kreativität und Hirnschmalz eigentlich allein in einem der Bekleidungsstücke steckt. Es wurde anprobiert, angefasst und getestet. „Aha, hmmm, aaahh, o.k. GEIL!“ (das war mein Fazit).

 

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Noch früher morgens stiegen wir dann als Ausklang der vier Tage und um unser Hirn mit so viel Input nicht überzustrapazieren, auf den 3330 Meter hohen Daunkogel. Im Nebel, bei Wind und Kälte ging es noch langsam aber unerbittlich stetig bergauf Richtung Gipfel.

 

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Dann, gerade beim Abfellen schien auf einmal Sonne in unsere lachenden Gesichter. WOW, was will man mehr?! Auf fluffigem Pulverschnee flochteten wir einer nach dem anderen jede Menge Zöpfe in den Schnee bis ins Tal.

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Einen besseren Einstieg in die kommende Wintersaison hätte ich mir nicht vorstellen können. Jetzt muss Frau Holle nur noch in den tieferen Lagen ordentlich ihre Kissen schütteln und uns die ersehnte weiße Pracht liefern.

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eine Story über den neuen SALEWA Klettersteig auf den Iseler (1876m)

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Bad Hindelang / Oberjoch

An einem schönen Spätsommer Wochenende machte ich mich mit meinem Vater auf den Weg ins Allgäu. Unser Ziel war die Besteigung des Iseler Gipfels auf 1876m, allerdings nicht zu Fuß über Stock und Stein, sondern über eine etwas anspruchsvollere Variante – den neuen SALEWA Klettersteig, der 700 Höhenmeter durch die Nordwand des Iselers hinauf zum Gipfel führte.

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Gesagt, getan! Am Parkplatz in Bad Hindelang checkten wir noch ein letztes Mal unsere Ausrüstung: Klettergeschirr √, Helm √, Erste-Hilfe √, Kamera √, Brotzeit √, usw. Voller Vorfreude und gespannt marschierten wir hinauf zum Einstieg des Klettersteigs. Als es so langsam schattig wurde, war klar – wir sind da! Gurt anlegen, Klettersteigset einbinden, Helm auf, Partnercheck, Los geht’s! Mein Vater machte den Anfang und ging voraus. Ich folgte ihm, wie es sich gehört, immer im Abstand eines Teilstückes und schoss fleißig Bilder. Anfangs waren wir beide noch ausgelassen unterwegs, meisterten die ersten hundert Höhenmeter ohne Probleme und genossen das grandiose Panorama der Allgäuer Alpen. Desto höher hinauf wir allerdings kamen, desto anspruchsvoller gestaltete sich der Klettersteig. Die Kletterei wurde immer exponierter und das Gelände steiler. Bis wir schließlich die Schlüsselstelle erreichten. Die Bergführer Platte. Senkrechte Wandkletterei, an manchen Stellen etwas abdrängend und mit wenig guten Griff- und Stehmöglichkeiten. Diese Stelle verlangte meinem Vater und mir ganz schön viel Muskelkraft und Mut ab. Doch wir ließen uns nicht unterkriegen, bissen kräftig die Zähne zusammen und zogen ein paar Mal kräftig an…

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Tja, und einen Augenblick später hatten wir auch diese Stelle gemeistert. Nachdem wir wieder zu Atem kamen und ein paar Mal kräftig das Laktat aus dem Armmuskeln geschüttelt haben, ging es die letzten Höhenmeter hinauf gen Gipfel. Nach etwa drei Stunden erreichten wir freudestrahlend das Gipfelkreuz. Bei einer wohl verdienten Brotzeit wünschten mein Vater und ich uns BERG HEIL und beschlossen, dass das nicht der letzte Klettersteig in unsrer noch jungen Alpinkarriere war.

 

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